(22-12-09) „Das Abkippen von radioaktiv strahlendem Atommüll in ein marodes Altbergwerk ist kriminell" ist die Einwendung gegen die Morsleben-Pläne überschrieben, die Dr. Stegmayer vom Bundesverband Christliche Demokraten gegen Atomkraft (CDAK) gestern im Namen von 890 Mitgliedern an den sachsen-anhaltinischen Umweltminister Onko Eikens gefaxt hat.
(22-12-09) 12.000 Personen und Institutionen haben in den letzten Wochen Einwendungen gegen die Morsleben-Schließungspläne erhoben, erklärte ein Sprecher des Ministeriums für Landwirtschaft und Umwelt Sachsen-Anhalt. Initiativen und Verbände hatten am Samstag, 19.12.2009 die gesammelten Einwendungen mit einer symbolischen Übergabe an das Ministerium in Magdeburg weitergereicht. "Ein größeres Geschenk habe sie nie bekommen", bedankte sich die zuständige Abteilungsleiterin, Frau Koch, als ihr "Weihnachtsengel" Julia Wendenkampf vom BUND Sachsen-Anhalt die Einwendungen überreichte. Sie versicherte, dass es bisher keine Vorfestlegungen in ihrem Hause gäbe und dass alle Fragen, auch die der Rückholung und des Verbleibs der lediglich zwischengelagerten Abfälle jetzt intensiv geprüft würden. Danach besteht im Rahmen des Erörterungstermins, zu dem der Betreiber und die EinwenderInnen eingeladen werden, noch einmal die Möglichkeit, alle Einwendungen zu diskutieren.
Jetzt wird's Zeit !
(16.12.09) Der Countdown läuft, in drei Tagen sollen die Einwendungen in Magdeburg übergeben werden. Höchste Zeit also, für alle, die noch Einwendungen oder Einwendungslisten haben, sie an uns zurück zu schicken. Listen und Einzeleinwendungen bitte an
Am 19. sollen die bis dahin eingegangenen Einwendungen an das Minsterium in Magdeburg übergeben werden. Am 21. gibt es noch einen Kurrierdienst aus Braunschweig. Jede Einwendung zählt! Wir freuen uns auf viele Zusendungen.
Unterstützung für letzte Einzeleinwendungen
(15-12-2009) Heute fand ein Treffen zwischen
Kampagnenträgern, Kommunalpolitikern und Trägern öffentlicher Belange statt. Auf
der Grundlage eines unabhängigen Gutachtens zu Schwachstellen des beantragten
Schließungskonzeptes wurde über entsprechende Einwendungen beraten. Es gibt aber
bis zuletzt die Möglichkeit, sich für die Erstellung von Einzeleinwendungen von
der Kampagne unterstüzen zu lassen. Kontakt unter: 0151-50194026 oder unter
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.
In vier Tagen, also am Samstag, dem 19. Dezember sollen dann
sämtliche im Rahmen der Kampagne gesammelten Einwendungen nach Regionen
sortiert in Magdeburg an das zuständige Umweltministerium übergeben werden.
(11-12-09) Mit Transparenten am sachsen-anhaltinischen Umweltministerium haben ROBIN WOOD - AktivistInnen gestern auf das Morsleben-Schließungsverfahren und das Ende der Einwendungsfrist am 21. Dezember hingewiesen. [RoWo Pressemitteilung] [mehr Infos]
Leserinnenbrief aus der Braunschweiger Zeitung vom 9.12.09:
Morsleben ist nicht aus der Welt (zur Meldung "Protest gegen Endlager" vom 8. Dezember)
Ich finde, dass die Informationen Ihrer Zeitung zum Endlager Morsleben sehr spärlich sind. Dort soll ein mangelbehaftetes radioaktives Endlager durch Schließung sanktioniert werden. Gegen diese Schließung ohne Alternative kann man noch einige Tage Einwendungen erheben. Dieses Endlager ist zwar bei Helmstedt "hinter der Landesgrenze", aber nicht aus der Welt und eigentlich in unserer Braunschweiger Region.
Rotraud Marburg, Meine
BfS informierte in Morsleben
(10-12-09) Während das Bundesamt für Strahlenschutz bei ASSE II mit Informationen freiwillig klotzt, hält es sich ja bei der Öffentlichkeitsbeteiligung zur Morsleben-Schließung eher spärlich. Umso erfreulicher, dass es am gestrigen Mittwoch dann schließlich doch noch eine Infoveranstaltung in seinem Info-Haus in Morsleben durchführte. Auch wenn von 25 TeilnehmerInnen je rund 1/3 dezidierte KritikerInnen oder aber mit dem Betreiber verbandelt waren, war das öffentliche Interesse doch deutlich größer, als bei der ersten Info-Veranstaltung des BfS zum Beginn der Auslegung in Magdeburg, wo die Offiziellen praktisch unter sich blieben.
Heute stellte sich heraus, dass auch Universitätsmensen ein
guter Ort zum Sammeln von Einwendungen sind. An der TU Braunschweig kamen über
80 Einwendungen zusammen. Kein Wunder, sind doch die Studierenden der Region
Braunschweig gut im Bilde über den desolaten Zustand der umgebenden
Endlagerstandorte.
Neues Plakat für Infostände
(03-12-09) In 18 Tagen endet die Öffentlichkeitsbeteiligung.
Um das allen auf der Straße nochmal deutlich vor Augen zu führen, gibt es ein neues Plakat in A1 oder A3.
(Do. 03-12-09) Gut 60 BesucherInnen sahen am gestrigen Mittwoch eine weitere Aufführung des Theaterstückes "Restrisiko" von John Murdock. Diesmal hatte die IG Metall Wohngebietsorganisation Wolfsburg Ost ins Gewerkschaftshaus Wolfsburg eingeladen. In dem Stück machen drei Rachegöttinnen das, worauf weltliche Gerichte so gerne verzichten: Sie konfrontieren einen Atommanager mit den Folgen seines Tuns und ziehen ihn zur Rechenschaft. Im Anschluß informierte Andreas Fox von der BI Morsleben über das derzeit laufende Schließungsverfahren. [Einladung]
IG Metall Braunschweig: "Atommüll ist unser Thema"
(Mi. 02-12-09) Auf der gestrigen IG Metall Delegiertenversammlung in Braunschweig gab Kampagnen-Koordinatorin Christina Albrecht einen kurzen Überblick zum aktuellen Stand beim Atommüll in der Region. Nach einem flammenden Aufruf eines Delegierten, das Thema Atommüll doch zum Thema der IG Metall zu machen, antwortete der 1. Bevollmächtigte in Braunschweig Detlef Kunkel gelassen: „Wir MACHEN das nicht zu unserem Thema, das IST unser Thema." Die Kampagne freut sich über die engagierte und tatkräftige Unterstützung beim Sammeln von Einwendungen, welche die Kollegen gestern zugesagt haben.
(29-11-09) In vielen Orten haben am Wochenende wieder Menschen gegen Atomenergie demonstriert, protestiert und informiert. In Augsburg, Hannover und Kulmbach fanden Demonstrationen statt, in mehr als 20 Orten beteiligten sich Menschen an dem von .ausgestrahlt initierten "StörFallMob". In Hannover und Kulmbach war die Morsleben-Kampagne dabei, informierte und sammelte Einwendungen. Aktionen auch in Gorleben, Morsleben und an der ASSE II. Foto: Statt erwarteter 150 Menschen kamen 500 zur Demonstration in Kulmbach.
Mit Bedauern stellen wir fest, dass die Informationsarbeit
des BfS zum Thema Morsleben entscheidend hinter der Bedeutung des geplanten
dauerhaften Verschlusses von Atommüll im Berginnern unter Morsleben zurücksteht.
Gestern mussten wir erfahren, dass das BfS sich leider außer Stande sieht, zwei
Informationsveranstaltungen zur gleichen Zeit mit kompetenten Mitarbeitern zu
bestreiten. Für die Veranstaltung im
DGB-Haus, Wilhelmstraße 5, heute abend um 19 Uhr wird kein Vertreter des BfS
zur Beantwortung offener Fragen zur Verfügung stehen.